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Gegen den Reibach der syrischen Botschaft aktiv werden

6.12.2017. Wir wollen nicht ständig zur Passverlängerung zur syrischen Botschaft. Das war den WorkshopteilnerhmerInnen aus einem B1-Kurs in Merseburg das wichtigste Anliegen von allen Themen, die sie in Arbeitsgruppen gesammelt hatten. Und auch Workshopleiter Ghiath meldete sich bei diesem Zettel, als Co-Trainerin Hannah, fragte, wer in dieser Sache aktiv werden wolle. Auch er kennt Betroffene.

Der Hintergrund: Ist ein Pass abgelaufen, verlangt die Ausländerbehörde von Flüchtlingen, ihn bei der Botschaft verlängern zu lassen. Die syrische Botschaft verlängert die Pässe aber nur um zwei Jahre, manchmal nur um ein Jahr. Jede Verlängerung kostet mehrere hundert Euro. Wenn es schnell gehen soll, 800 Euro oder sogar mehr. Aber auch wer drei Monate wartet, muss bis zu 500 Euro zahlen. Die Erfahrungen sind unterschiedlich. Aber viel Geld ist es in jedem Fall.

Nicht nur für den Einzelnen ist das ein Ärgernis. Auch politisch ist fragwürdig, warum in Deutschland Regeln gelten, die de-facto dazu führen, dass das syrische Regime eine gute Devisenquelle hat. Auch das ärgerte die Workshopteilnehmer.

Die Gruppe will nun die Erfahrungen genau aufschreiben und weitere sammeln. Das „Vom Flüchtling zum Bürger“-Team wird die Fälle weiterreichen an den Arbeitskreis Migration und Asyl und dort rechtlich prüfen lassen, ob die Ausländerbehörde die Verlängerung verlangen muss.

 

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