Identitäten dienen oft als Ausschluss. Eine Gruppe definiert sich und grenzt damit alle anderen aus. Gleichzeitig geben sie auch Halt. Wir alle haben die unterschiedlichsten Identitäten und brauchen sie, mal mehr, mal weniger, um uns in der Welt zu orientieren.

Gemeinsam mit Menschen unterschiedlicher Herkunft ergründen wir, welche Identitäten für uns wichtig sind. Welchen Gruppen fühlen wir uns zugehörig und wann wurde das für uns wichtig?

Anhand eines Textes aus dem Buch „Mörderische Identitäten“ von Amin Maalouf setzen wir uns mit den Gefahren identitärer Politik auseinander. Wir diskutieren Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Einheimischen und Menschen anderer Herkunft und ergründen, was wir über die Anderen überhaupt wissen.

In einem Impulsvortrag werfen wir einige Schlaglichter auf die gemeinsame Geschichte Deutschlands mit dem Nahen Osten – angefangen mit 2000 Jahre alten Gräbern syrischer Soldaten in Trier, über Goethe, Kaiser Wilhelm bis zur Kooperation der Nazis mit den Muslimbrüdern.

Der Workshop gibt viel Input zum Nachdenken und Aha-Effekten auf allen Seiten. Am Ende stellen wir fest, dass „die Anderen“ vor allem eins sind: spannend – und gar nicht so anders.